Projekt Kinderrechtskonventionen

Offenes Projekt Kinderrechtskonventionen

 

Der Leiter des Kreisjugendamtes, Herr Gläss, stellt Fragen.

 

Das Kreisjugendamt veranstaltete am 20.11.19 anlässlich des 30jährigen Jubiläums der Kinderrechtskonventionen eine Kinderkonferenz.

Schülergruppen waren dazu eingeladen, auch mit der Bitte, sich ein Kinderrecht auszusuchen, das sie bearbeiten und künstlerisch darstellen sollten.

Der Klassenrat der Klasse 4b hatte sich für das „Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht“ entschieden. Gemeinsam mit der Klassenlehrerin Frau Ruess und mir wollten sie dieses Thema angehen und in drei Vorbereitungstreffen das Thema Flucht beleuchten.

Auftakt des Projektes war das Stationenspiel „gehen-ging-gegangen“ des Kreisjugendringes. Der Schülerbericht dazu folgt in der nächsten Ausgabe.

Zum nächsten Treffen luden wir den Integrationsmanager der Gemeinde, Herrn Reichle, ein, der den Kindern Fragen rund um das Thema, wie geflüchtete Kinder durch Gemeinde und Landkreis unterstützt werden, beantwortete.

Beim dritten Vorbereitungstermin für die Kinderkonferenz erzählten geflüchtete Kinder ihren Mitschülern von ihrer Flucht. Kaum vorstellbar, was diese Kinder Schreckliches erlebt haben! Sie berichteten aber auch, wie froh sie am Ende waren, in Deutschland angekommen zu sein und wie sie sich freuen, hier zur Schule gehen zu dürfen. Die Kinder gestalteten daraufhin eine Karte mit den Fluchtwegen von drei Schülern unserer Grundschule, auf der auch Ausschnitte ihrer Erlebnisse nachzulesen sind.

Letzten Mittwoch war es dann so weit. Mit der großen Karte, auf der die Fluchtwege zu sehen waren, einer Wunschleine für geflüchtete Kinder und einem Schlauchboot ging es zu Kinderkonferenz. Das Schlauchboot wurde während der Veranstaltung mit erwachsenen Teilnehmern überfüllt, die ansatzweise nachspüren sollten, wie es ist, eingepfercht in einem Boot zu sitzen. Als Feedback kamen Aussagen wie „eng, unbequem, Durst, Schmerzen, Angst“.

Es war eine tolle Veranstaltung für die Kinder, bei der Erwachsene wie beipielsweise der Jugendamtsleiter ebenfalls Stellvertreter für die einzelnen Rechte waren.

Carola Wolfinger