Schulsozialarbeit in Pandemiezeiten

Schulsozialarbeit in Pandemiezeiten

Auch die Schulsozialarbeit musste und muss noch immer neue Wege gehen, um mit der Schülerschaft, der Lehrerschaft und der Elternschaft, wo möglich und nötig, in Kontakt zu bleiben und um diese zu unterstützen.

Dies bringt neue Anforderungen, aber auch neue Möglichkeiten, mit sich. In den kleinen Gruppen der Notbetreuung bekommt man als Sozialpädagogin mehr Einblick in Lernstrukturen, bei Hausbesuchen persönlichere Kontakte und deutlichere Eindrücke von Unterstützungsbedarfen. Darüber hinaus hat sich die Schulsozialarbeit in die diversen digitalen Plattformen eingearbeitet, mit denen Schülerschaft und Lehrerschaft arbeiten. So können sogar soziale Trainings stattfinden, die zwar nicht mit persönlichen Kontakten oder Teamübungen mithalten können, jedoch ein Fenster zu den Kindern offenhalten.

In meinem virtuellen Büro auf Moodle wurde aktuell eine freiwillige Rallye angeboten. Es galt, Orte zu finden, an denen sich zuvor Ferdi aufgehalten hatte. Ferdi ist das Chamäleon, das an der Grundschule Geradstetten soziale Trainings durchführt. Zudem mussten die freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer „soziale“  Fragen beantworten und das Versteck von Ferdi fotografieren , um an einer Verlosung teilnehmen zu können.

Insgesamt nahmen 37 Kinder an der Rallye teil. Alle haben tolle Fotos und vor allem ganz tolle Antworten abgegeben. Zu den Gefühlen schrieb ein Drittklässler „Ich bin glücklich, wenn die Schule aufmacht. Ich bin aufgeregt, bevor ich verreise. Ich bin stolz, wenn man mich lobt.“ Eine Viertklässlerin schrieb zu Thema Streit: „Streiten ist wichtig, es reinigt die Luft und ist sogar gut für die Gesundheit. Man sollte beim Streiten respektvoll sein, und man sollte auch Kompromissbereitschaft und Verständnis zeigen. Durch Konflikte kann man auch lernen, seine Bedürfnisse und Wünsche zu formulieren um gegen andere sich durchzusetzen. Außerdem erlebt man auch mal, dass man gewinnen und verlieren kann. Das Austragen von Konflikten trägt zur Sozialisation bei.“

Ferdi hofft, dass sich die Kinder auch mit ihrer Familie und Freunden darüber austauschen, was sie von ihm gelernt haben und er ist megastolz auf die Schülerinnen und Schüler!

„ im Auftrag“ von Ferdi verfasste den Bericht

Carola Wolfinger,

Schulsozialarbeit