Frau Keller sagt Ade

Beliebte und kompetente Lehrerin sagt der Grundschule Ade

 

Die Geradstettener Grundschulkollegin Ingrid Keller hat sich zum Ende dieses Schuljahres in den vorgezogenen Ruhestand verabschiedet. Da sie in einer längeren Ansparphase zwei Dienstjahre vorgearbeitet hatte, durfte die Pädagogin jetzt in die sogenannte Freistellungsphase gehen, noch bevor sie ihr offizielles Pensionsalter erreicht hatte, um sich noch mehr ihrer Familie und insbesondere ihren vielen Enkelkindern widmen zu können.

 

Im Rahmen einer Lehrerkonferenz würdigte Schulleiter Michael Gomolzig die fachlich kompetente, stets engagierte und pädagogisch einfühlsame Kollegin als eine dauerhaft wertvolle Stütze der Grundschule, die er nur ungern ziehen lasse, ihr aber dennoch alles Gute für ihren wohlverdienten Ruhestand wünsche, nicht ganz ohne den Hintergedanken, jemand Verlässlichen als „Rettungsanker“ zu haben, wenn es durch krankheitsbedingte Lehrerausfälle einmal „zu eng“ an der Schule werden sollte, zumal die Pädagogin auch noch in unmittelbarer Nachbarschaft der Schule wohne. Der Rektor hob das überdurchschnittliche Engagement der bei Schülern, Eltern und Kollegium gleichermaßen beliebten Pädagogin hervor, die sich nie in den Vordergrund gespielt, aber immer durch ihr Tun überzeugt habe. Für Frau Keller sei die Arbeit als Lehrerin Berufung und nicht nur einfach ein Job gewesen, unterstrich der Rektor. Sie selber habe ihm einmal versichert, dass sie in ihrem Traumberuf arbeite.

 

An der mittlerweile geschlossenen Pädagogischen Hochschule in Esslingen hatte Frau Keller Bildende Kunst und Deutsch mit Stufenschwerpunkt Grundschule studiert. Später qualifizierte sie sich zusätzlich für das Fach Katholische Religionslehre und erwarb die Missio canonica. Schon 1978 kam Frau Keller zum ersten Mal an die damals noch als Grund- und Hauptschule geführte Schule in Geradstetten. Nach dem Referendariat unterrichtete sie vorübergehend an einer Sonderschule für Lernbehinderte in Fellbach - heute heißt das „Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum SBBZ mit Förderschwerpunkt Lernen“. Anschließend ging Frau Keller für zwei Jahre an die Silcherschule nach Endersbach. Seit 1990 gehört die begeisterungsfähige Pädagogin und Mutter von zwei jetzt erwachsenen Kindern zum Stammpersonal in Geradstetten, wo sie als auch Mentorin erfolgreich junge Lehrer betreut hatte. Viele Jahre war sie Mitglied der Schulkonferenz. Besonders erwähnens- und lobenswert sei Frau Kellers unermüdlicher Einsatz im Rahmen der Kooperation mit fünf Kindergärten in Geradstetten, Hebsack und Rohrbronn, hob Schulleiter Gomolzig hervor.

 

Frau Kellers positive Grundeinstellung zur Schule und zu allem, was mit Bildung und Erziehung der Kinder zu tun hatte, hielt die Lehrerin nicht nur jung, sondern wirkte auch motivierend und ansteckend für Schüler, Eltern und Kollegium, einschließlich Schulleitung.

 

Michael Gomolzig, Rektor