Die Lehrerin Dr. Cornelie Bort geht in den Ruhestand


Gleich nach dem Abitur am Hohenlohe-Gymnasium Öhringen absolvierte Frau Cornelie Bort zunächst ein freiwilliges soziales Jahr im Diakonie-Krankenhaus Schwäbisch Hall als Schwesternhelferin und in der Wilhelmspflege, einem - wie es damals noch hieß - „Heim für Verhaltensgestörte“ in Stuttgart-Plieningen.
Von 1975 bis 1979 studierte Frau Bort an der Pädagogischen Hochschule Esslingen Deutsch und Musik. Nach ihrem Referendariat in Tübingen unterrichtete sie an Grundschulen in Weilheim, Kirchberg, Unterjesingen und Hirschau, sowie an einer Sonderschule in Rottenburg.
In einer längeren Familienzeit kümmerte sich Frau Bort mit ihrem Mann um die drei Töchter und den Hund, gab Klavierunterricht und engagierte sich insgesamt 25 Jahre im Elternbeirat. Ebenfalls gemeinsam mit ihrem Mann gründete sie in dieser Zeit das „Institut für Umweltmedizin und arbeitsbedingte Erkrankungen, Weinstadt e.V.“.
Um auf dem Gebiet der Pädagogik auf dem aktuellen Stand zu bleiben, nahm sie sozusagen „nebenher“ an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd das Studium der Diplompädagogik mit dem Schwerpunkt „Beratung“ auf. Im Sommer 1996 schloss sie ihr zweites Studium erfolgreich mit dem Diplom ab.
Seit August 1996 gehört Frau Bort dem Kollegium der Grund- und damals noch Hauptschule Geradstetten an. Als Klassenlehrerin unterrichtete sie Dritt- und Viertklässler, als Fachlehrerin gab sie Musik in allen Klassenstufen. Die zur Tradition gewordenen Chorauftritte im benachbarten „Seniorenheim an den Weinbergen“ im Frühjahr oder Sommer und vor Weihnachten, einmal sogar mit dem legendären Gotthilf Fischer, organisierte die Lehrerin stets mit großer Begeisterung – immer wieder auch bei Schulveranstaltungen.
Mit einer ihrer dritten Klassen gewann die Pädagogin den ersten Preis beim Naturtagebuch des BUND, zunächst als Landespreis, dann als Bundessieger im Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Mit einem Zuschuss der Gemeinde Remshalden durften die Schüler zur Preisverleihung sogar nach Berlin fliegen und dort ein attraktives Rahmenprogramm erleben. Die ARD strahlte die Preisverleihung 1998 im „Tigerentenclub“ aus, die Schorndorfer Nachrichten berichteten.
Als Fallbesprechungsgruppenleiterin beim Regierungspräsidium Stuttgart bietet die engagierte Kollegin seit 16 Jahren Supervision und pädagogisch-psychologische Fortbildungen an und ist seit 2016 als Fachberaterin für Arbeits- und Gesundheitsschutz tätig.
Auf Grundlage einer mehrjährigen Ausbildung am wissenschaftlichen Institut für Gesprächsführung – u.a. bei Prof. Reinhard Tausch - widmete sich Frau Bort, auch im Sinne des betrieblichen Gesundheitsmanagements, vorwiegend den Themen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für Lehrkräfte, um damit gleichzeitig gesundheitsförderliche Lernbedingungen für Schüler zu erreichen.
In einer wissenschaftlichen Studie mit 178 Probanden gelang Frau Bort der empirische Nachweis über den positiven Beitrag und die Notwendigkeit von Supervision für den Arbeits- und Gesundheitsschutz für Lehrkräfte und die Auswirkung auf die Unterrichtsqualität. 2012 erhielt die Grundschulpädagogin an der Hochschule in Freiburg für ihre Arbeit den Doktortitel verliehen.
Jetzt verlässt die engagierte und umtriebige Pädagogin zum Schuljahresende ihre Schule und geht in den wohlverdienten Ruhestand.

Michael Gomolzig, Schulleiter